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Was auf dem Spiel steht
Am 9. Juni wählt Europa ein neues Parlament. In der EU ist die Erkenntnis gereift, dass Demokratie wehrhaft sein muss, wenn sie überleben will. Essay von Ulrich Ladurner
ff media | 8. Mai 2024 | ff 19/2024

Foto: APA/dpa/Sven Hoppe

Es gibt fast nichts, was für die Europäer so bedeutend ist, wie die Europäische Union, und es gibt fast kein anderes politisches Gebilde, über das die Europäer mehr schimpfen als über die Europäische Union. Das ist ein Paradox, das erklärt werden will, gerade jetzt, da die Bürger Europas am 9. Juni ein neues Parlament wählen werden.

Wie also ist es möglich, dass die Menschen so ausgiebig über das schimpfen, was bei genauerer Betrachtung die Grundlage ihrer Existenz bildet?

Die allererste Antwort fällt recht banal aus. Unsere Erinnerung ist selektiv. Sie behält das Griffige...

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