Zum Hauptinhalt
Die Frau, die die Pfleger pflegt
Marta von Wohlgemuth vertritt seit Jahrzehnten die Interessen der Sozialberufe. Und erlebt, was es heißt, wenn man deutlich seine Meinung sagt. Doch sie will nicht davon lassen, „rebellisch“ zu sein.
Georg Mair | 12. Mai 2021 | ff 19/2021
„Mein Soll erfüllt“: Marta von Wohlgemuth hat 42 Jahre und drei Monate im sozialen Bereich gearbeitet.

Foto: Ludwig Thalheimer

Marta von Wohlgemuth hat in ihrem Leben viel geschuftet, 42 Jahre und drei Monate. Jetzt ist sie 60 und schon seit 31. Dezember 2019 in Pension – jetzt macht sie ehrenamtlich die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Sozialberufe. Ihr Büro, in dem wir sie treffen, ist kahl und klein. Ein Schluff neben dem Eingang zum Kolpinghaus in Bozen, vom Gehsteig fällt man direkt in den Raum hinein. Ein paar alte Plakate, abgenutzte Regale, eine Pflanze, die sich gegen das Verdorren wehrt.

Die Frau, die vor uns sitzt, kämpft seit 38 Jahren für Menschen, die Altenarbeit machen, Kleinkinder...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?