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Ab in die Schublade
Anderthalb Jahre diskutierte der Autonomiekonvent über Südtirols Zukunft. Dann wurde es ruhig um ihn. Sehr ruhig. Stirbt Südtirols größtes Gedankenexperiment einen leisen Tod?
Andrej Werth | 8. Mai 2019 | ff 19/2019
Papier ist geduldig: Die Vorschläge des Autonomiekonvents liegen derzeit sicher in der Schublade.

Foto: Alexander Alber

Stefan Graziadei hatte es geahnt. Als der 33-jährige Politologe beim Autonomiekonvent mit anderen Teilnehmern über Südtirol diskutierte, dachte er sich bereits, dass nach Abschluss der Arbeiten zunächst nicht viel „weitergeht“. Er sollte recht behalten. Dabei hatte der Auftakt zur landesweiten Gedankenwerkstatt die Erwartungen der Organisatoren weit übertroffen.
Am 23. Januar 2016 herrschte im großen Konferenzsaal der Eurac Platznot. In allen Gebäudeecken suchten die Mitarbeiter nach Stühlen und schleppten sie hastig ins Kongresszentrum: Zum ersten Open Space des Südtiroler...

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