Zum Hauptinhalt
Die Eiche und die Zypresse
Die ewige Streitfrage Toponomastik: „Damit wir weiterkommen, müssen alle auf Machtgehabe und Schuldzuweisungen verzichten.“ Ein Gastkommentar von Brigitte Foppa.
ff media | 10. Mai 2017 | ff 19/2017
Brigitte Foppa, 48, Landtagsabgeordnete und Co-Landesvorsitzende der Südtiroler Grünen: „Der patriotische Hunger nach Wiedergutmachung wird mit einer Beschneidung des Tolomei-Corpus niemals gestillt werden.“

Foto: Alexander Alber

Auf der einen Seite eine alte Eiche, tief verwurzelt, mit breitem Geäst. Auf der anderen eine glatte Zypresse ohne Wurzeln. Die „deutsche“ Eiche steht in einer Präsentation des Schützenbundes für die deutschen, „historisch gewachsenen“ Ortsnamen, die „walsche“ Zypresse versinnbildlicht die erfundenen Namen von Ettore Tolomei.
Ein eindringliches Bild. Mit ihm versuchen die Schützen aus den faschistischen Ortsnamen einen deutschen „disagio“, ja das Gefühl der Unfreiheit zu konstruieren und die Menschen für die Toponomastikfrage zu interessieren. Müde schaut das mit völlig anderen Fragen...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?