Die Behörden schöpften ab Mitte 1874 allmählich Verdacht. Der 1868 in Innsbruck gegründete „Arbeiterbildungsverein“ schien immer mehr ins sozialistische, klassenkämpferische Fahrwasser abzugleiten. Dabei wurde der Verein auch vom städtischen Bürgertum unterstützt, weil er sich für die „sittliche Anhebung“ der Arbeiter und Arbeiterinnen einsetzte, und deshalb auch von der Statthalterei, der Vertretung der Monarchie, wohlwollend begleitet.
Innsbrucks Bürgermeister Johann Tschurtschenthaler (1828–1893), der 1874 maßgeblich an der Gründung der ersten Volksküche beteiligt gewesen war,...
