Die aufgrund ihrer Länge anspruchsvolle Wanderung startet an der Talstation der Monte-Baldo-Seilbahn (Mark. 1) und verläuft südwärts über die Via Saltarino und Via Sant’Antonio (bei einem Bildstock weist die Markierung nach links) bis zur Via Panoramica, auf der wir uns rechts halten, um bald scharf links in die Via San Maggiore einzubiegen. (Sollten Sie die erwähnte Abzweigung beim Bildstock verpassen, geht es über die drei Kehren der Via Panoramica bergauf bis zur Via San Maggiore.) Der Pfad (Mark. 1) steigt stetig an, führt durch Olivenhaine und in den Wald zu einer Quelle (Sorgente della Marola). Nach etwa 500 Metern erreichen wir die Malga Fiabio, eine Sommerweide. Nach einem weiteren Anstieg erreichen wir den höchsten Punkt der Tour, die Porta del Vescovo (865 m), von der aus sich beeindruckende Ausblicke auf die Schluchten des Baldo und den Gardasee bieten. Wir durchqueren malerische Wälder und überwinden eine charakteristische „Bügeleisen-Struktur“ der Felsen. Der Abstieg führt uns zur verlassenen Einsiedelei Santi Benigno e Caro, wo wir eine längere Rast einlegen. Jetzt beginnt der steile Abstieg über einen Maultierpfad (Mark. 1) in Richtung Cassone. Der Weg führt an einem Bauernhof vorbei und geht in eine Betonpiste über, die in steilen Serpentinen nach Cassone hinabführt. Im Ort gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten. Der Rückweg nach Malcesine kann entweder zu Fuß entlang der Strandpromenade erfolgen oder mit dem Linienbus ATV 484. Mit dem Bus sparen Sie sich rund 5 km Fußweg.
Das Land, wo die Zitronen blühen
Auf seiner italienischen Reise übernachtete Goethe in Malcesine, damals Grenzort zwischen der Republik Venedig und Österreich. Als er am Morgen die Burg-ruine der Stadt zeichnete, hielten ihn die Einheimischen für einen Spion, der im Auftrag des österreichischen Kaisers Josef II. einen Angriff vorbereiten sollte. Goethe musste sich vor der Bevölkerung und den örtlichen Behörden rechtfertigen, glücklicherweise ließ sich das Missverständnis schnell aufklären.
Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

