(gm) Ein kleines Büchlein über Yoga werde ich schreiben, dachte sich Emmanuel Carrere, als er sich mit 120 anderen Menschen zu einer Meditationswoche traf. Der französische Schriftsteller, 65, ist eine der auffälligsten Figuren in der europäischen Literatur, einer, der von sich behauptet, in seinen Büchern nichts zu erfinden.
„Yoga“ (Matthes und Seitz 2022, 341 Seiten, 27,50 Euro) ist nun nicht ein Buch über einen Mann, der seine Mitte findet, sondern ein Buch der Extreme, ein Tanz der Gegensätze. Ein Freund stirbt beim Attentat auf die Zeitschrift Charlie Hebdo, der Autor...
