(gm) Der Icherzähler leidet an Verstopfung, weil er seine Mutter besuchen muss in der Bahnhofstraße in Zürich, kauft er sich einen Wollpullover. „Die Angelegenheiten meiner Mutter“, gesteht er, „hatten mich seit Jahren vollends paralysiert.“ Die Mutter ist abhängig von Tabletten und Alkohol.
Christian Kracht, 55, einer der wildesten Erzähler im deutschsprachigen Raum, lässt in „Eurotrash“ (Kiepenheuer & Witsch 2021, 224 Seiten, 24,20 Euro) nichts aus, sei es auch noch so banal. Ihm ist nichts heilig, er macht auch nicht vor sich und seiner Familiengeschichte halt. Vor Jahren...
