Der malerische Durnholzer See ist idyllisch im Talschluss des Durnholzer Tales gelegen und eignet sich aufgrund seiner überschaubaren Größe für einen Halbtagesausflug mit Kleinkindern. Die Seerundwanderung verläuft teils am Waldrand, vorbei an Schilf und Sumpf. Auch der kurze Aufstieg in das kleine Dorfzentrum von Durnholz mit der geräumigen St.-Nikolaus-Kirche lohnt sich.
Am Durnholzer See (1.558 m) ist es im Sommer um etliche Grade kühler als im Bozner Talkessel, daher verspricht die 45-minütige Autofahrt immer eine willkommene Abkühlung. Von Bozen aus fahren wir Richtung Norden und folgen der Beschilderung ins Sarntal. Nach etwa 15 Minuten erreichen wir Sarnthein, fahren weiter bis Astfeld und nehmen die Abzweigung rechts Richtung Durnholz. Kurz vor dem letzten, nur mit Sondergenehmigung befahrbaren Anstieg endet die Straße bei einem Parkplatz.
Nach wenigen Gehminuten erreichen wir eine Holzbrücke, rechts davor beginnt der knapp einstündige Seerundgang. Er kann mit einem Kinderwagen mit sportlichem Räderwerk (einige Abschnitte sind etwas eng, und über so manche Wurzel muss der Kinderwagen möglicherweise getragen werden) und auch mit dem Laufrad unternommen werden, wobei natürlich Vorsicht geboten ist, da der Weg zum See hin nicht gesichert ist.
Der Spaziergang bietet so einiges, was ein Kinderherz höher schlagen lässt: Wasser, Wald, ein Sumpfgebiet mit Schilf, eine Brücke über einen kleinen Bach, in dem man sich die Füße abkühlen kann. Vom Bach aus führt der Weg auf asphaltierter Straße entlang der Hängewiesen bis hin zur Gaststätte Fischerwirt und am westlichen Seeufer zurück bis zum Parkplatz.
Vom Parkplatz aus überqueren wir die Holzbrücke, gleich links führen eine Straße und eine Stiege inmitten einer steilen Wiese ins Dorf hinauf. Mit Kindern zu empfehlen ist auf alle Fälle der Aufstieg über die Holztreppe. Mit etwas Glück erblickt man zu Zeiten der Heuernte Bauern, die mit Sensen, trittfest und händisch, die steilen Hänge bearbeiten. Von oben genießen wir einen wunderbaren Blick auf den See und besichtigen die St.-Nikolaus-Kirche mit ihren beachtenswerten gotischen Fresken.

