Zum Hauptinhalt
Zurück an den Herd
In der Coronakrise wird ein Problem offensichtlich, das sich seit Jahren verschärft: die fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Während Politik und Arbeitgeber zuschauen, müssen vor allem Frauen ihren Job kündigen.
Die Frau versorgt Haushalt und Kinder, der Mann geht in die Arbeit: Muss das so sein?

Foto: Illustration: Freepik, ff

Die Zahlen sind dramatisch. Und sie werden von Jahr zu Jahr schlechter: In Südtirol mussten 2012 mehr als 600 Frauen und Männer ihren Job aufgeben, weil Arbeit und Nachwuchs nicht vereinbar waren. Etwa weil die Arbeitsbedingungen eine Kinderbetreuung unmöglich machten. Weil der Arbeitgeber nicht bereit war, Teilzeit zu genehmigen. Oder aber weil es zu Hause niemanden gab, der den Eltern unter die Arme greifen konnte.

Sieben Jahre später, 2019, sind es bereits mehr als 1.000 Frauen und Männer, die wegen ihrer Kinder kündigen müssen. Das sind drei Kündigungen pro Tag. Betroffen sind...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?