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Aufgeben? Niemals!
In Seniorenheimen wütet das Virus besonders heftig. Die Schuldzuweisungen haben längst begonnen. Ein Streitgespräch über den neuen Alltag in Senioreneinrichtungen.
Markus Larcher | 29. Apr 2020 | ff 18/2020
Oben: Claudia Seeber (50), Präsidentin des Senioren- und Pflegeheims St. Zeno in Naturns, im Innenhof der Einrichtung vor dem Sicherheitszaun für die Angehörigen. Unten: Christian Wenter (60) ist Primar der Abteilung für Geriartie im Krankenhaus Meran. Er ist auch ärztlicher Leiter in sechs Seniorenwohnheimen. Rechts: Oswald Mair (50) ist Direktor des Verbandes der Südtiroler Seniorenwohnheime. Mair war selbst längere Zeit Leiter eines Seniorenwohnheims.

Foto: Alexander Alber

Das Coronavirus Sars-Cov-2 macht besonders alten Menschen zu schaffen. Sie zählen zur Hochrisikogruppe. Naheliegenderweise haben Südtirols 77 Seniorenwohnheime intensiv mit dem Virus zu kämpfen. Bislang sind dort offiziell 106 Senioren mit oder am neuen Virus verstorben (Stand 27. April). Bis vergangenes Wochenende wurden in 20 Heimen sowohl Mitarbeiter als auch Bewohner mit einer Covid-19-Infektion verzeichnet; in 24 Heimen waren nur Heimbewohner infiziert, in weiteren 24 Heimen nur Mitarbeiter. Im Gegensatz zu anderen öffentlichen Bereichen wird in den Heimen flächendeckend...

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