Angefangen hat er dort, wo alle Grödner anfangen, die es „in der Kunst versuchen“: beim Schnitzen. Kunst als ortstypische Alternative (und Ergänzung) für den Tourismus. Die Produktion von Heiligenstatuen als Brotberuf. „Etwas anderes hat es nicht gegeben“, erinnert sich Egon Rusina Moroder, „das Malen hat man mir sogar verboten.“
Im kommenden Sommer wird Rusina siebzig – und man wundert sich, dass er seinem Tal, vor allem seinen Landsleuten, bis heute treu geblieben ist. Für ihn, den bekennenden Kommunisten, war Gröden immer der Inbegriff der Hurerei. Rusina sagt von sich, nichts mehr zu...
Der Ziegenbock
Provokateur, Kommunist, Zeichner, Karikaturist, Maler: Es ist nicht einfach, Egon Rusina Moroder zu definieren. Jetzt versucht er es selbst: mit einem Buch, das tiefe Einblicke in sein Seelenleben gewährt.
