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Das Trümmerfeld
Feste werden heutzutage gefeiert, bis die Feiernden fallen. Den Flaneidern bereitete mehr das Aufräumen danach Kopfzerbrechen.
Max Adorf | 2. Mai 2018 | ff 18/2018

Die alte Frau kramte zwischen den Trümmern. Ein Stück Holz, ein Stück Verputz, ein Draht. „Oooh.“ Sie hob ein kleines Stück Leder auf und umarmte es in Tränen. Sie wusste, was es war. Irgendwo würde jetzt ein Kind weinen. Der Lederfetzen war Teil eines Spielzeugs, das vielen einsamen Kindern Trost spendete. Jetzt würde es niemanden mehr trösten. Sie blickte auf und betrachtete das ganze Ausmaß der Zerstörung. So weit war es gekommen.
Die Trümmerfrau war Pfarrgemeinderatspräsidentin Rosl Kranz, und sie befand sich auf dem Dorfplatz von Flaneid. Oder dem, was nach dem Dorffest davon übrig...

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