Als ich 2005 in die deutsche Hauptstadt zog, war Berlin ein Ort, an dem man gut und günstig leben konnte, ohne ständig, wie in anderen großen Städten, daran zu denken, wie man am Ende des Monats seine Miete bezahlen sollte. Im Gegenteil: Die Stadt war groß, unorganisiert und vor allem leer. Anders als in London oder Paris gab es billigen Wohnraum, und die niedrigen Lebenshaltungskosten waren mit ein bis zwei kleinen Nebenjobs locker zu bezahlen.
Jedoch begann sich Berlin in den darauffolgenden Jahren zu verändern. Berlin wirkte wie ein Magnet – vor allem auf junge Kreative, Musiker,...
Armes Pflaster
Für Normalverdiener wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Das ist in Südtirol nicht anders als in Berlin. Ein Gastkommentar von Martin Santner.
