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Die Freiheit der anderen
ff 16/26 über das wilde Campieren, das in Südtirol zur Plage geworden ist
ff media | 22. Apr 2026 | ff 17/2026

Urlaub mit dem Wohnmobil ist eine veritable Größe im Tourismus. Wer sich für diese Form von Unterwegssein und Nächtigen entscheidet, handelt meist aus einem großen Freiheitsdrang heraus. Die weitgehende Unabhängigkeit, die der Camper ermöglicht, verleitet den einen oder anderen Abenteuerlustigen auch frei stehen zu wollen und dort seine Zelte für die Nacht aufzuschlagen. Allein mit Appellen zur Regeleinhaltung und möglichen Sanktionen bei Zuwiderhandeln wird man den „schwarzen Schafen“, die „draußen“ ihr Gefährt abstellen, nicht beikommen. Es ist davon auszugehen, dass so mancher Wildcamper nur auf Durchreise ist, und für diese wären eigene 24-Stunden-Stellplätze dienlich, die, kostengünstig mit den nötigsten Versorgungseinrichtungen ausgestattet, Freistehende von der Straße holen. Schafft man solch ein Angebot, dürfte einiges an Irgendwo-im-Nirgendwo-Parkenden wegfallen.
Thomas Malfertheiner, Bozen