Zum Hauptinhalt
Das Deutsch der Mutter
Was meinen wir, wenn wir von „Muttersprache“ reden? Andrea Abel über einen problematischen Begriff.
Georg Mair | 23. Apr 2025 | ff 17/2025
Andrea Abel ist Professorin für Germanistische Sprachwissenschaft an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen und Leiterin des Instituts für Angewandte Sprachforschung der Eurac.

Foto: Archiv

Iknow four different languages, but I don’t speak any of my native ones“, sagt die Regisseurin und Hauptdarstellerin des Films „Gingerbread for her dad“, der im Rahmen des „Bolzano Film Festival Bozen“ gezeigt wurde. Auf der anderen Seite fordern Stellenanzeigen in Südtirolo häufig „Muttersprache Deutsch“ oder „Deutsch auf Muttersprachenniveau“.

Zweimal geht es um die Muttersprache, zweimal um völlig unterschiedliche Dinge: einmal um fehlende Kompetenz, einmal um hohe Kompetenz. Wir lesen, hören, verwenden den Begriff ständig, häufig in Bildungskontexten. Aber was meint er...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?