Lieber Herr Pinzger, es hat noch niemandem geholfen, sich als Opfer zu sehen. Und wenn Sie Ihre Branche – den Tourismus – als solches betrachten, muss ich sagen: Langweilig, Herr Pinzger, das hatten wir schon.
Ich habe in letzter Zeit bei vielen, die im Tourismus arbeiten, Erschöpfungszustände beobachtet. Und Frustration. Viele sind erschöpft von der langen Saison und klagen über die untragbare Personalsituation. Das Betriebsklima ist oft belastend, nicht alle Hoteliers sind gute Führungskräfte. Manchmal, habe ich mir sagen lassen, fehlt es an Personal und es werden Leute eingestellt, die weder ausgebildet noch motiviert sind.
Bevor Sie also weiter nach Opfern und Tätern suchen, würde ich Ihnen raten, mit den Menschen, die im Tourismus arbeiten, zu sprechen und genau zuzuhören, wo der Schuh drückt.
Silvia Krapf, Sankt Lorenzen