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„Ich bin angekommen“
Nach zwanzig Jahren nimmt der Grüne Riccardo Dello Sbarba im Herbst Abschied vom Landtag. Ein Gespräch über die Angst vor dem Danach.
Als Riccardo Dello Sbarba 1988 nach Südtirol kam, konnte er weder Ski fahren noch beherrschte er die deutsche Sprache. „Ich war ein Junge vom Meer“, sagt er. „Ich habe erreicht, was ich mir nie erträumt habe: ein Toskaner, der zum Landtagsabgeordneten in Südtirol gewählt wird.“

Foto: Ludwig Thalheimer

Riccardo Dello Sbarba ist so etwas wie der Langstreckenläufer der Südtiroler Politik. Der 68-Jährige lässt sich nicht hetzen. Zu seinen Stärken gehört, dass er die Zeit nicht fürchtet. Im Gegenteil. Er nimmt sich die Zeit, die er braucht. Für das Studieren von Gesetzestexten, für die Recherche, für die Reflexion. „Ich lebe nicht in Eile“, sagt er.

Dello Sbarba, Jahrgang 1954, ist hungrig auf Wissen. Er frisst sich durch Gesetze und Berichte, wie sich die Raupe Nimmersatt durch Birnen, Erdbeeren und Schokoladenkuchen frisst. „Er geht in die Tiefe und sieht Details, die...

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