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Die Frau im Fluss
Es lohnt sich, unter die Oberfläche zu schauen: Das beweist Roberta Bottarin, Limnologin und profunde Kennerin der Südtiroler Fließgewässer. Ein Porträt am Bachbett.
„Wir Forscher schauen, wer da ist und wer nicht“: Roberta Bottarin sucht mit ihrem Team in den Bächen und Flüssen des Landes nach Kleinlebewesen. Hier in der Talfer.

Foto: Ludwig Thalheimer

Gestatten, die Köcherfliege: Eine eigentümliche Zeitgenossin. Als Larve lebt das kleine Insekt im Wasser und baut sich dort Häuschen – Köcher – aus dem zusammen, was grad da ist: Steinchen, Nadeln, Treibholz, zusammengehalten von einer selbstproduzierten Flüssigkeit. Perfekt zugeschnitten auf den zunächst ameisenkleinen Körper. Würde eine menschliche Architektin sowas bauen, sie würde es als Passiv-Null-Kilometer-Haus zu Markte tragen. Die Köcherfliege überlässt das Haus anderen, sobald sie an Land geht und zu fliegen beginnt. Für Roberta Bottarin beschreibt die Köcherfliege „eine der...

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