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Lichtblicke
In Bukarest wurden mehrere Hundert obdachlose Menschen geimpft. Damit zählt Rumänien zu den wenigen Ländern in Europa, die diese sensible Gruppe in der ersten Impfphase priorisierte. Text: Daniela Prugger – Fotos: Marine Leduc
ff media | 21. Apr 2021 | ff 16/2021
Tagesstätte für Kinder mit Behinderungen im zweiten Distrikt von Bukarest: Während der Pandemie wurde sie geschlossen; jetzt dient sie als Impfzentrum. Wer hier auf seinen Impftermin wartet, dem lächeln von den Wänden aufgemalte Hasen und Zwerge zu.

Foto: Marine Leduc

Hände waschen, Abstand halten, zu Hause bleiben. Anweisungen wie diese ergeben für obdachlose Menschen wenig Sinn, sagt Marian Ursan. „Sie können diese Regeln gar nicht einhalten.“ Der 41 Jahre alte Rumäne steht wie jeden Mittwochabend im Stadtzentrum von Bukarest und verteilt Tee, belegte Brote, frische Masken, Kondome und saubere Spritzen an Bedürftige. Vor zehn Jahren hat er eine Hilfsorganisation gegründet – „Carusel“, steht auf dem Van, der neben ihm parkt.

„Marian, Marian“, ruft ein Mann, der auf der anderen Straßenseite in der Schlange wartet und von einem Bein auf das...

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