Zum Hauptinhalt
Leg doch mal das Ding weg!
Eine Anleitung zum digitalen Fasten: Titelgeschichte in ff 14/17
ff media | 19. Apr 2017 | ff 16/2017

53 Mal am Tag starren wir auf das Display. Wir können von den Smartphones nicht mehr lassen, und selbst das lebhafte Gespräch unterbricht ein Piepsen und Blinken, im Kino erhellt der „Messenger“ das Dunkel und die Konzentration auf die Leinwand, im Bus, im Café und am Zebrastreifen wird gesenkten Hauptes gewischt, getippt und geguckt.
Aus dem einstigen Wunderwerk Mobiltelefonie wurde ein Teufelszeug, welches das bewusste Wahrnehmen des physischen Gegenübers hat verkümmern lassen. Das Handling unserer Handys ist neu zu „konfigurieren“, wollen wir nicht „stromlinienförmig“ in der „digitalen Sklaverei“ landen.
Thomas Malfertheiner, Bozen