Der neue Film von Matthias Lintner hat im Schlafzimmer und am Küchentisch begonnen. „Ich und Sadiel“, erzählt der Regisseur, „haben überlegt, wie wir nach Kuba kommen.“ Sadiel Gonzalez ist im Alter von 18 Jahren aus Kuba geflohen, eine Tante lebt in Gröden. Er ist heute ein glühender Antikommunist, er kämpft vom Exil aus gegen das sozialistische Regime in Havanna. Würde er nach Kuba einreisen, drohte ihm Gefängnis.
„Der Plan war“, sagt Lintner, 38, „die Lage in Kuba zu beschreiben, einen aktivistischen Film zu machen.“ Doch dann wurde es ein Film über Privates und Politisches, in...
