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Fall Nr. 26
Ein bayerischer Priester muss wegen sexuellen Missbrauchs ins Gefängnis, darf danach aber als Pfarrer weiterarbeiten. Schüler des Vinzentinums in Brixen fördert er großzügig mit Geld. Und niemand weiß, wer G. wirklich ist.
Andrej Werth | 12. Apr 2023 | ff 15/2023
Seit 1872 ist das Bischöfliche Institut Vinzentinum eine Privatschule der Diözese Bozen-Brixen. Der Schulbesuch kostet. Aber es gibt Gönner, die einkommensschwache Familien mit Geld unterstützen.

Foto: Ludwig Thalheimer

Als am 16. Februar das erzbischöfliche Palais in München von Ermittlern durchsucht wird, ist die Aufregung groß. Die Staatsanwaltschaft hat die Hausdurchsuchung des Amtssitzes von Kardinal Reinhard Marx angeordnet, die Beamten suchen nach Akten über Pfarrer G., einem vorbestraften Sexualstraftäter.

Die Staatsanwälte halten es für möglich, dass „frühere kirchliche Verantwortungsträger des Erzbistums einen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraften Priester wieder als Seelsorger eingesetzt und nicht unterbunden haben könnten, dass er erneut mit Kindern in Kontakt tritt“,...

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