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Ein bisschen Aufstand
Die Initiatoren des Pestizidreferendums in Mals wollten die Welt verändern – und sind schon im eigenen Dorf gescheitert. Was bleibt vom Malser Weg, zehn Jahre danach?
Das „gallische Dorf“ im Obervinschgau: Heute erinnert in Mals wenig an den Aufruhr von vor zehn Jahren. Der Vormarsch der Äpfel hat allerdings auch aufgehört.

Foto: Alexander Alber

Naja, das müsst eigentlich ihr wissen!“ Carolin Holtkamp beantwortet die große Frage mit philosophischer Finesse. Es ist halb acht Uhr abends am Montag vergangener Woche, eine für die Räume des Kulturcafés Salina in Glurns zu große Menschenmenge lauscht gespannt den Thesen der deutschen Soziologin. „10 Jahre Malser Weg. Was hat’s gebracht?“ stand auf der Einladung.

Carolin Holtkamp hat ihre Doktorarbeit just dieser Frage gewidmet, Fachbereich Agrar- und Regionalsoziologie. Die 35-Jährige, braune mittellange Haare, gemütlich-dezente Kleidung, stammt aus dem flachen Münsterland in...

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