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Die Wolken sprengen
Zwischen 1950 und 1980 bekämpften die Bauern den Hagel mit Raketen. Der Agrartechniker Kurt Werth hat diese seltsame Praxis erforscht. Auszüge aus seinem neuen Buch.
ff media | 14. Apr 2021 | ff 15/2021
Was einmal in den Himmel geschossen wurde, wenn Hagelschlag drohte, wissen nur mehr die Älteren: Das Abschießen von Hagelraketen war einmal eine aufregende Angelegenheit. Und nicht ganz ungefährlich.

Foto: Privatarchiv Florian Andergassen

Der 17. August 1967. Ein Sommertag in Südtirol. Am Vorabend hatte der Wetterbericht des Schweizer Rundfunks – in dieser Zeit galt die Schweizer Wettervorhersage für Südtirol als besonders zuverlässig – gemeldet: „Alpensüdseite und Engadin: am Vormittag wechselhaft bewölkt, am Nachmittag schwül, zunehmende Bewölkung, ab spätem Nachmittag Gewitter möglich.“ Das war keine außergewöhnliche Prognose für den Hochsommer. Würde es Gewitter geben?
Der Tag begann wie ein normaler Sommertag: Am Morgen war es relativ kühl, gegen Mittag begann die Luft feuchter und schwüler zu werden. Am Nachmittag...

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