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Leserbriefe
1. Apr 2026 | ff 14/2026

Immer schön rechts halten

ff 11/26 über Robert Alexander Steger, der die rechte Flanke der SVP zurückerobern will

Robert Alexander Steger, Bürgermeister von Prettau, poltert: „Es wäre ein riesiger Erfolg, wenn das eine oder andere Landhaus zusperren würde. Aber das Gegenteil ist der Fall.“ Um nicht immer bei den anderen anzufangen zu sparen, könnte sich Steger dafür einsetzen, dass in Südtirol endlich Kleinstgemeinden mit angrenzenden Gemeinden zusammengelegt werden. Dadurch könnte eine Menge an Verwaltungskosten eingespart und die Dienste für die Bürgerinnen und Bürger qualitativ verbessert werden. Es gibt genügend Beispiele, wo Gemeinden mit mehreren Fraktionen mit jeweils 1.000 oder 2.000 Einwohnern sehr gut funktionieren. Deshalb nur Mut Herr Steger, auch wenn es die Gemeinde Prettau mit 500 Einwohnern und somit Ihren Sessel betreffen würde.

Ernst Huber, Reischach

Überlastung vorprogrammiert

Was Tourismus mit Elektrotechnik zu tun hat

Elektrotechnik und Tourismus haben viel miteinander zu tun. Wie das? Nun, die Elektrotechnik folgt klaren Regeln und Gesetzen: Strom steht für Durchflussmenge, Spannung für Potenzialunterschied und Widerstand für Begrenzung. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Sinkt etwa der Widerstand eines Leiters, steigt der Strom bei gleichbleibender Spannung. Und damit wären wir bereits beim Tourismus.

Also angenommen: Strom = Menge von Urlaubern; Spannung = Andrang an Touristen; Widerstand = Verkehrswege. So kann man leicht daraus folgern, dass bei niedrigem Verkehrswiderstand – sprich dreispurige Autobahnen, breite Straßen, doppelstöckige Kreisverkehre – die Menge an Verkehr steigt. Treibt man dann noch mit Werbung, Imagepflege, Gästekarten das Potenzial, sprich die Spannung hoch, verstärkt sich das Ganze noch mal.

Nun gibt es in der Elektrotechnik noch die Speicher für elektrische Energie, genannt Batterien. Diese könnte man mit Hotels, Pensionen oder Campingplätzen vergleichen. Je größer sie sind, über je mehr Betten sie verfügen, umso mehr Strom und Spannung braucht es. Und desto geringer muss der Widerstand sein. Das führt zu einer Überlastung. Das System bricht zusammen. Im Tourismus genauso wie in der Elektrotechnik.

Diejenigen, die unsere Geschicke lenken, bräuchten sich nur dieser einfachen Regel bedienen. Dann hätten sie ein Instrument in der Hand, um eine Überhitzung des Ganzen zu vermeiden. Und unseren knappen wie empfindlichen Lebensraum zu erhalten.

Erwin Mayr, Toblach

Heulende Motorsägen

ff 12/26 über den Streit um den Brixner Auwald

Verwaltungsgericht: Im Jahr 2025 betrafen die meisten Rekurse die Bereiche Raumordnung, Bauwesen, Umwelt und Denkmalschutz. Einen guten Teil dieser Klagen trug vermutlich die Gemeinde Brixen bei. Die Stadtregierung unter Bürgermeister Peter Brunner hatte von 2015 bis 2021 Dutzende Gerichtsverfahren zu bestreiten; sie betrafen unter anderem verschobene Grundstücksgrenzen, Grundstücke, die enteignet wurden, oder missachtete Baubestimmungen.

Ob der politisch-personell-bedingten Verlagerung von Kommunal- zu Landespolitik möge der Landtag dafür Sorge tragen, dass dem Land die gefährdete „Volksherrschaft“ nicht gänzlich abhandenkommt, an Lobbys verschachert. Gleichmut, Egozentrik und Hörigkeit dürfen in der Landesregierung (auch Stadtregierung) keinen Platz haben. Der „Tod eines Auwaldes“ zeugt davon, dass verpflichtete Loyalität alle von der jetzigen Stadtregierung unter Bürgermeister Andreas Jungmann erwartete Vernunft zu ohnmächtiger Resignation zwingen kann.

Werner Rizzi Ladinser, Brixen

Ein-Spruch

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„Robert Alexander Steger könnte sich dafür einsetzen, Kleinstgemeinden mit angrenzenden Gemeinden zusammenzulegen.“
Ernst Huber, Reischach

Verletzte Zweisprachigkeitspflicht

Über fehlendes Deutsch bei den italienischen Staatsbahnen

Die italienischen Staatsbahnen FS verletzen die Zweisprachigkeitspflicht. Festgestellt habe ich dies im Zug von Meran nach Brenner: Die Durchsagen und Anzeigen erfolgen in Italienisch-Englisch – also doch zweisprachig, aber nicht wie vom Gesetz vorgesehen. Lediglich Mitteilungen zu den Zahlungsvarianten und Rückvergütungsansprüchen bei Verspätungen erfolgen auch in deutscher Sprache – also dann, wenn es ums Zahlen geht. Den Hinweis, beim Aussteigen vorsichtig zu sein, empfinde ich gut gemeint aber überflüssig.

Martin Stampfl, Rodeneck