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Der Terlaner Weinweg
Eine gemütliche Rundwanderung durch die Terlaner Weinberge. Der Weinweg führt von der Kellerei Terlan durch die Reben, vorbei an historischen Ansitzen und Weinhöfen. 20 Schautafeln liefern wertvolle Informationen rund um die Terlaner Weingeschichte.
ff media | 6. Apr 2021 | ff 14/2021
Oberhalb von Terlan kann man das gesamte mittlere Etschtal mit den Weindörfern Terlan, Nals und Andrian überblicken.

Foto: Raetia

1893 wurde die Kellereigenossenschaft Terlan gegründet, die ihre hervorragende Position in der italienischen und internationalen Weinwelt nach wie vor den berühmten Weißweinen verdankt. Die Kellereigenossenschaft zählt gegenwärtig 143 Mitglieder, die 165 Hektar Anbaufläche bewirtschaften.

Die Weißweine machen 70 Prozent der Produktion aus. Aber auch verschiedene Rotweine aus Merlot, Lagrein, Blauburgunder und Vernatsch wurden und werden vielfach prämiert. Angesichts der Qualität der Terlaner Weine nimmt es nicht wunder, dass die Rebe hier schon seit rund 3.000 Jahren angebaut wird.

Die ungewöhnlich reichen und hochwertigen Funde aus der Bronze- und Eisenzeit, darunter Schöpfkellen für Trinkgelage und Amphoren, veranlassten die Archäologen, das Gebiet von Moritzing, Siebeneich und Terlan als „heiligen Bezirk“ zu bezeichnen. An die Römerzeit erinnern spätrömische Funde im Bereich der heutigen Pfarrkirche. Gemeinsam mit dem Gerichtssitz auf Neuhaus unterstreicht dieses kunstgeschichtliche Kleinod die Bedeutung des Weindorfes Terlan im Mittelalter. Wissenswertes zur Geschichte des Weinbaues, zu den Lagen, Rebsorten, Erziehungsformen und alten Weinhöfen und Ansitzen rund um Terlan vermittelt der Terlaner Weinweg mit seinen 20 Schautafeln. Er führt auf einer Länge von 3,7 km durch die Terlaner Weinlandschaft.

Der Weinweg startet bei der Kellerei, die 1893 – im selben Jahr wie jene in Andrian – gegründet wurde. Damals gab es in Terlan 222 Hektar Rebflächen, auf denen 13.000 hl Maische geerntet wurde. Die beiden ältesten Kellereigenossenschaften des Landes sind seit 2008 vereint.

Der Weinweg führt mitten durch die Reben vorbei an den Ansitzen Köstenholz und Liebeneich bis zum höchsten Punkt des Rundweges am Aichhorn-Hof. Dort lohnt es sich, ein Stück weiter nach oben zu gehen, wo sich der alte Weinhof Linsl und eine ehemalige Mühle befinden. Rechts führt ein Steig hinauf zum Wetterkreuz mit den Resten der 1335 erstmals erwähnten Knappenkirche St. Peter, von wo aus man einen weiten Blick auf die Weinberge von Terlan und das Etschtal genießt. Zurück beim Aichhorn, geht es über den Petersbach nach Oberkreuth mit seinen vielen Ansitzen, darunter einem mittelalterlichen Turm. Über die Weinlage Winkl führt die Rundwanderung wieder zur Kellerei zurück.

Weinland Südtirol

Foto: Raetia

Infos in Kürze

Start & Ziel der Rundwanderung:Kellerei Terlan

Gehzeit: 1,5 h

Höhenunterschied:140 m

Das Buch zum Tipp

Weinland Südtirol

Christoph Gufler

Geschichten, Lagen, Sorten

Edition Raetia

280 Seiten

Euro 20,00

ISBN 978-88-7283-683-5

Erhältlich im Buchhandel