Zum Hauptinhalt
„Nicht der Tod ist das Problem“
Miriam Leitgeb ist ehrenamtliche Mitarbeiterin der Hospizbewegung. Sie sagt: „Es ist an der Zeit, eine neue Sterbekultur zu entwickeln.“
Markus Larcher | 31. Mär 2021 | ff 13/2021
Miriam Leitgeb, 47, Berufsschullehrerin aus Schenna, arbeitet seit sieben Jahren in der Caritas-Hospizbewegung als ehrenamtliche Sterbebegleiterin auf der Palliativstation Martinsbrunn bei Meran.

Foto: Privat

ff:Wir suchen ein Leben lang nach Lösungen. Bedeutet Sterben, keine Lösung mehr zu haben?

Miriam Leitgeb: Am Ende unseres irdischen Lebens ist der Tod. Der offene Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft gehört eher zur Ausnahme. Nicht der Tod ist das Problem, sondern unser Umgang damit. Die Kunst des Sterbens, die „Ars moriendi“, wie man sie im Mittelalter kannte, in der der Tod als Teil des Lebens angenommen war, ist in Vergessenheit geraten. Je früher wir uns mit dem Thema Tod beschäftigen, desto bewusster leben...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?