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Leben mit dem Tod
Mit der Corona-Pandemie ist der Tod wieder in unser Bewusstsein gerückt. Nach Jahren des Verdrängens. Was wir vom Sterben für das Leben lernen können.
Grab einer Verstorbenen auf dem Bozner Friedhof: Im ersten Seuchenjahr starben fast 1.000 Menschen mehr in Südtirol als normal.

Foto: Alexander Alber

Es ist heiß hier unten. Und laut. Man versteht beinahe das eigene Wort nicht. Wir befinden uns im Bauch des Bozner Krematoriums, im hinteren Teil des städtischen Friedhofs. In einem der Öfen brennt Feuer, man hört das Lodern der Flammen.

Es riecht nach Holz, Eisen und Verbranntem. Durch ein Guckloch kann man ins Feuer blicken. Neben der Ofenklappe liegen Namensschild und Bild einer toten Frau. Damit es zu keiner Verwechslung kommt, wenn die Asche mit einem langen Schürhaken aus dem Ofen gekehrt und in die Urne gefüllt wird.

Im zweiten Ofen erlischt das Feuer. Sobald die Asche...

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