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Märchen für die Massen
Wir wollen die Macht mit den Bürgern teilen, versprechen die Politiker. Aber ist Bürgerbeteiligung nur ein Feigenblatt? Das Fallbeispiel Naturns.
Dunja Smaoui | 27. Mär 2019 | ff 13/2019
Fünf Mal trafen sich alle Beteiligten im Plenum, um sich über die Maßnahmen, die Naturns braucht, auszutauschen. Heftige Diskussionen gab es vor allem bei den Themen Tourismus und Verkehr – die jetzt noch mal überarbeitet werden.

Foto: Fotostudio 2000/Eurac Research

Naturns hat ein Problem. Vielleicht auch zwei. Die Gemeinde im Vinschgau wächst mit ihren Gebäuden rasant in die Höhe und auf den Straßen in die Breite. Seit Jahren schon beobachten viele Bürger die Siedlungsentwicklung mit skeptischen Augen, haben das Gefühl, ihnen entgleitet das eigene Dorf, mit dem sie sich nicht mehr identifizieren können. Sehen die Auswüchse der Bauwerke, den steigenden Verkehr, die großen Wellness-Tempel und fragen sich, wer das Leben im Dorf eigentlich bestimmt. Manche fühlen sich abgehängt, weil sie weder Teil der Entwicklung sind, noch Mitspracherecht...

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