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Die Welt erfinden, wie Gott
In seinem neuen Roman verwebt Josef Oberhollenzer raffiniert Wirklichkeit und Fantasie. Ein Blick in die Arbeit eines literarischen Gauklers.
Georg Mair | 28. Mär 2018 | ff 13/2018
Josef Oberhollenzer hat in 25 Jahren fünf Bücher veröffentlicht, im Hauptberuf ist er Mittelschullehrer, beim Schreiben ist er ein Liebhaber des Konjunktiv: „Man erzählt sein eigenes Leben ja auch im Konjunktiv.“

Foto: Harald Wissthaler

Im Jahr 2001, wird erzählt, habe der Schriftsteller Josef Oberhollenzer einen Nachruf auf den Schriftsteller Vitus Sülzrather verfasst. Es sei, ist in der einschlägigen Fachliteratur verzeichnet, ein paar Monate nach dessen Tod gewesen, und er sei, glaubt L., ein bekannter Germanist, in einer fast schon vergessenen Postille erschienen. Sülzrather sei, werde erzählt, berichtet eine einheimische Tageszeitung unter Berufung auf anonyme Zeugen, im Alter von 70 Jahren unter nicht ganz geklärten Umständen ums Leben gekommen.
Damals, behauptet ein Literaturwissenschaftler, der sich wiederum auf...

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