Zum Hauptinhalt
Nur fünf in einem Jahr
„Dorian Gray“ ist die letzte Oper der Haydn-Stiftung in dieser Spielzeit. Eine gelungene Inszenierung, in einer kümmerlichen Opernsaison.
ff media | 20. Mär 2024 | ff 12/2024
Letzte Oper der Ära Losek: Dorian Gray – ein stimmiger, aber etwas langer Opernabend der Stiftung Haydn im Bozner Stadttheater.

Foto: Andrea Macchia

Der Komponist Matteo Franceschini hat ein Gespür für Dramatik und spannende Entwicklungen, er verbindet komplexe orchestrale und vokale Klänge mit saftiger Elektronik zu einer Musik, die zeitgenössisch ist und doch von süffiger Klanglichkeit: eine Avantgarde, die sich nicht von der Sinnlichkeit verabschiedet. Bestechend die stilistische Bandbreite wie das Spiel mit Reminiszenzen, betörend die Vokal-ensembles. So beschwört Dorian Gray Schönheit und Vergänglichkeit, und doch ist die Oper zu lang. Zuweilen ist die Textvertonung zäh, theoretische Erörterungen lassen die Spannung...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?