Mittwochnachmittag, 14.15 Uhr am Landesgericht Bozen. Der Angeklagte rutscht auf seinem Stuhl hin und her. Er trägt ein hellblaues Hemd und einen dunkelblauen Anzug. Die Hände hat er unter der Bank verschränkt, die Schultern sind angespannt. Sein Anwalt sitzt an seiner Seite. Dem ehemaligen Mitglied der Carabinieri wird vorgeworfen, seine Ex-Freundin gestalkt zu haben.
Es ist kurz vor der Urteilsverkündung. Der Prozess hat sich über ein Jahr hingezogen. Ab und an ein Murmeln im Saal, aber meistens ist es still. Ein Nicken. Kopfschütteln. Dem Angeklagten und dem Anwalt gegenüber...
