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Vom Reschen nach Plamort
Der Aussichtsfels Plamort, einer der besten Panoramapunkte im oberen Vinschgau, ist nicht das einzige Highlight dieser Wanderung. Die Panzersperre auf Plamort – Teil des von Mussolini im Zweiten Weltkrieg erbauten Alpenwalls – muss man gesehen haben! Wie bedrohliche Fremdkörper wirken die riesigen Metallspitzen, die in die idyllische Hochmooor-Landschaft oberhalb des Reschenpasses so gar nicht hineinpassen wollen.
ff media | 22. Mär 2023 | ff 12/2023
Die Panzersperre Plamort.

Foto: Anja Eichelsdörfer

Vom Parkplatz am Reschensee wandern wir in südliche Richtung, biegen beim Friedhof links ab und überqueren die Hauptstraße. Wer mit dem Bus kommt, zweigt kurz nach der Kirche links ab („Etschquelle“). Ein paar Minuten geht es jetzt steil bergauf, dann haben wir den Dorfrand von Reschen erreicht. Bis zur Plamort-Hochebene folgen wir dem gut markierten Weg Nr. 2 („Plamort“), der stetig bergauf führt.

Wer beim Infoschild „Verteidigungsanlage Reschenpass“ links abbiegt, erreicht wenig später den Etschquellenbunker/Bunker Nr. 20, Teil des sogenannten Alpenwalls 20 (Besichtigung nur mit Führung). Außerdem zweigt kurz danach Weg Nr. 2A ab, der in wenigen Minuten zur Quelle der Etsch führt.

Die nächste Stunde wandern wir auf breiter Forststraße durch Lärchenwald, dann geht es auf einem Steig steiler bergauf. Wir verlassen den Wald und folgen Weg Nr. 1A („Panzersperre“). Kurz darauf stehen wir vor der beeindruckenden Panzersperre im Biotop Plamorter Moos. Die italienisch-österreichische Grenze ist nur ein paar Meter entfernt. Wir folgen der Panzersperre bis zum Ende und biegen dann rechts ab. Wenig später erreichen wir den Aussichtsfelsen Plamort – ein beliebter Foto- und Selfie-Spot.

Der Ausblick ist überwältigend: Reschensee, Haidersee, die Gipfel des oberen Vinschgaus bis hin zum Ortlermassiv liegen vor uns. Für den Rückweg halten wir uns links und biegen kurz darauf links auf einen Steig ab (Nr. 1A, „Reschen“). Mit Blick auf den Reschensee geht es nun recht steil bergab. Wir erreichen eine Forststraße und nehmen später rechts Weg Nr. 2A („Etschquellenweg“). Wir folgen dem Weg bis zur Abzweigung zur Etschquelle, biegen links ab und kehren auf dem Hinweg zum Ausgangsort zurück. n

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Infos in Kürze

Größtenteils einfache, sehr interessante Rundtour mit stellenweise etwas steilerem Abstieg

Start: Reschensee, Parkplatz am nördlichen Seeende, 1.500 m

Gehzeit: 3½–3¾ Stunden, 560 Hm, 9,6 km

Anfahrt:Vom Reschenpass kommend, am Eingang von Reschen rechts abbiegen („Rojental“) und der Fahrstraße bis zum großen kostenpflichtigen Parkplatz beim Reschensee folgen. Bus: 273, Haltestelle: Altdorf

Einkehrtipp

Gasthof Schwarzer Adler: Einkehrmöglichkeit in der Nähe des Reschensees, traditionelle Südtiroler Küche.

Täglich geöffnet, in der Zwischensaison Montag Ruhetag

Altdorfstraße 1, Reschen, Tel. 0473 633110

www.adler-reschen.it

Das Buch zum Tipp

Anja Eichelsdörfer

Die schönsten Aussichtsplätze in Südtirol

Wanderungen zu traumhaften Ausblicken über das Land

Folio Verlag (Wien/Bozen)

ISBN 978-3-85256-858-4

Erhältlich im Buchhandel!