Wenn Kriege sich am Horizont abzeichnen, hamstern Menschen. In ihren Vorratskammern stapeln sie Speiseöl, Nudeln, Reis und Toilettenartikel. Lange bevor die Panzer rollen, leeren sich die Regale in den Supermärkten. Man will vorbereitet sein. Man sieht sich schon im Keller sitzen, bei Kerzenlicht eine Dose mit Bohnen in der zittrigen Hand, sie langsam auslöffelnd, angstvoll lauschend, ob die Bombeneinschläge näherkommen. Da draußen könnte eine Nuklearwaffe gezündet werden, Tausende Tote und Verstrahlung auf viele Jahre hin – ja, auch das muss in den Köpfen vieler Südtiroler sich...
Reis und Nudeln gegen die Angst
Hamstern ist peinlich. Aber Hamsterkäufe zeigen uns: Eine neue Zeit ist angebrochen. von Ulrich Ladurner
