Zum Hauptinhalt
Wer die Hosen anhat
Nach dem Eklat um die Wahl des Rates der Gemeinden: Warum das Machtspiel Politik selbst im Jahr 2021 immer noch eine Sache der Männer ist.
Der Rat der Gemeinden besteht aus 17 Mitgliedern und berät den Landtag und die Landesregierung bei Gesetzen. Bei der jüngsten Wahl wurden zwei Bürgermeisterinnen in den Rat gewählt. Jetzt beanspruchen die Frauen zumindest die Vizepräsidentschaft. Aber auch das wird schwierig.

Foto: FF Media

Manchmal tritt mit einem Ereignis eine Wahrheit zutage, die man vorher nicht wahrhaben wollte. Vor rund zwei Wochen wurde der Rat der Gemeinden neu gewählt. Er besteht aus 17 Mitgliedern – zwei davon sind Frauen. Das ist – bei genauerer Betrachtung – ein Verstoß gegen ein Landesgesetz, das am 8. Februar 2010 beschlossen wurde. Demnach muss bei der Zusammensetzung des Rates die Vertretung der Frauen berücksichtigt werden – „im Verhältnis zur Anzahl der Gemeindereferentinnen und Bürgermeisterinnen“. Heißt konkret: Von den 13 Bürgermeisterinnen müssten nun mindestens fünf im Rat...

Abo testen

Abonnieren Sie jetzt die ff - und Sie erhalten Zugriff auf alle Inhalte

Sie sind bereits Abonnent?