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Auf dem Passerschluchtenweg
ff media | 23. Mär 2021 | ff 12/2021
Passerschluchtenweg

Foto: Oswald Stimpfl

Die Passer ist der Fluss, der ungestüm durch Meran fließt und im Westen der Stadt in die Etsch mündet. An seinem Oberlauf, zwischen St. Leonhard und Moos in Passeier, zwängen sich ihre Wasser durch eine enge Felsenschlucht. Zuerst idyllisch, dann tosend, strudelnd, über Geländekanten stürzend: Die vielen Gesichter der Passer erleben Sie auf einer spektakulären Wanderstrecke, dem Passerschluchtenweg, der zum Teil über stählerne Stege und Brücken, gut gesichert und kinderfreundlich, an Felswänden entlangführt. Tische und Bänke, Brunnen und Infostelen begleiten den Weg. Eine der Stelen führt den sinnigen Spruch: „Ruhe lässt sich auch in der Bewegung finden“. Dies passt durchwegs zum Geist des Weges.

Wir starten in St. Leonhard beim Sportplatz. Blau-weiße Wegweiser mit dem Symbol eines Wanderers und der Zusatzbezeichnung „Fußweg-Sentiero, Passerschlucht-Canyon del Passirio“ zeigen den Weg, der am Anfang recht unspektakulär einem Asphaltweg zum Schwimmbad folgt und dann weiter taleinwärts geht. Zur Linken rauscht die Passer im noch breiten Flussbett, nach deren Überquerung hinter einem Rückhaltebecken beginnt auf der gegenüberliegenden Talseite der eigentliche Wanderweg. Er geht abwechslungsreich durch Wald und Wiesen, bald säumen Felswände den Steig, der jetzt streckenweise auf Stahlkonstruktionen verläuft. Eine Steilstufe wird in Serpentinen überwunden, wir wechseln die Uferseite und bestaunen von der Brücke das tosende Wasser, die geschliffenen Felsen und die üppige Vegetation: Wo das Sprühwasser hinkommt, gedeihen Moose und Flechten. Bald ist das Dörfchen Moos erreicht, nur knapp 400 Höhenmeter sind zu bewältigen. Wer in umgekehrter Richtung von Moos startet, geht nur bergab! Gehfaule nehmen für den Rückweg den Bus.

Lust auf ein Zusatzerlebnis? Von Moos führt ein Fußweg neben und unter der Autostraße nach Pfelders zum mächtigen Stieber-Wasserfall und dem Gasthaus Bad Sand, dort schließt ein Steig wieder an die Route über den Schluchtenweg an. Für diese lohnende Schleife sind zusätzliche 45 Minuten Gehzeit und 65 Höhenmeter einzuplanen.

Infos in Kürze

Besonders Kinder finden diesen Weg abenteuerlich, dazu gibt es mehrere Bachspielplätze.

Start:Sportplatz St. Leonhard in Passeier, 1.013 m

Gehzeit: 2 h 40 min (Hinweg), 420 Hm, 7,1 km.

Schwierigkeitsgrad:mittel.

Beste Zeit: Frühjahr bis Herbst

Einkehrtipp

Gasthof Bad Sand: Café am Weg, Spielplatz, Garten, Terrasse, kleine Imbisse wie Knödel, Eierspeisen, Kuchen. Derzeit geschlossen; normalerweise aber ganzjährig geöffnet, Dienstag Ruhetag.
Platt 59, Moos in Passeier
Tel. 0473 643565, www.badsand.it
Hofschank Hinterbrugg:
Vom Schluchtenweg in 10 Minuten zu erreichen, Sonnenterrasse, gute Hausmannskost, Kaffee und Kuchen. Von April bis Ende Oktober geöffnet, Freitag Ruhetag.
Breitebnerstr. 14, St. Leonhard
Tel. 346 6797288

Brückenwirt: Direkt an der
Einfahrt zum Sportplatz.
Wirtshausbrauerei und Pizzeria mit hausgebrautem „Höllenbräu”, italienische und heimische Kost. Derzeit geschlossen; normalerweise aber ganzjährig ohne Ruhetag geöffnet.
Breitebnerstr. 2, St. Leonhard
Tel. 0473 656191
www. hoellenbraeu.com