Die Wolken haben sich zugezogen, der Wind trägt feine Regentropfen durch die Luft. In der Alten Straße zu Füßen Schennas, mit Blick auf die Laugenspitzen, die Ultner Berge, das Vigljoch, steht Priska Weger auf ihrer Veranda und zupft etwas Grünes aus einem Blumentopf. Die dunklen Haare mit den roten Strähnen hat sie locker zusammengebunden, an der blauen Schürze klebt ein Rest Pflanzenerde. Ob es regnet oder schneit, ob die Sonne scheint oder der Wind peitscht. Der Arbeit auf dem Oberhaslerhof kann sich Priska Weger nicht entziehen. Und will es auch nicht.
Tausende von Pflänzchen machen...
Jedes Unkraut hat seinen Wer
In Priska Wegers Garten wachsen mehr als 150 Kräuter. Sie weiß alles darüber. Der Garten hat sie vor allem eines gelehrt: Toleranz.
