(gm) „Said“, heißt es an einer Stelle im neuen Roman von Abbas Khider, „ist noch immer jemand, der der Welt nicht traut. In der Fremde gibt es keine Himmelsrichtungen. Das weiß er aus eigener Erfahrung.“ Said, der Schriftsteller, hat gerade erfahren, dass in Bagdad seine Mutter im Sterben liegt. Er lebt schon seit langem in Deutschland, aber die Zugehörigkeit, die er verloren hat, als er ging, hat er in Berlin nicht wiedergefunden.
Abbas Khider 49, beschreibt in „Der Erinnerungsfälscher“ (Hanser 2022, 128 Seiten, 20,90 Euro) eine schmerzhafte Reise in die Vergangenheit und zu den...
