im Zuge der Pandemie sind einige Ereignisse medial weitestgehend unbeachtet geblieben. So zum Beispiel, dass Papst Franziskus das Jahr 2021 dem „heiligen Josef“ gewidmet hat. Angeblich soll Josef der Lieblingsheilige des Papstes sein, auf seinem Schreibtisch hat er ein Bild vom schlafenden Josef. Er sei „ein starker und schweigsamer Mann“, so Papst Franziskus. Eine besondere Geschichte über diesen Heiligen weiß Andrej Werth in dieser Ausgabe zu erzählen. Vor 44 Jahren haben Unbekannte eine Krippe aus der Kirche von Glaning gestohlen. Jetzt ist eine der Figuren wieder aufgetaucht, Ende Januar wurde sie von den Carabinieri zurückgebracht. Es ist das Ende einer langen Reise (ab Seite 44).
Für eine weitere Folge der ff-Serie über die Dynastien der Südtiroler Wirtschaft waren Markus Larcher und Alexander Alber unter anderem auf Castel Sallegg in Kaltern, dem familiengeführten Weinbaubetrieb der Familie von Kuenburg. In den Privatgemächern der Grafenfamilie hängen viele Bilder und Porträts der edlen Vorfahren: Die Wurzeln der Kuenburgs gründen im Hause Habsburg; in ihrer Linie finden sich Erzherzöge, ein Vizekönig und ein Fürst. Sie vereinen altösterreichischen mit italienischem Hochadel, und es war der Fürst von Campofranco, der aus Sizilien den Rosenmuskateller in das Weingut Sallegg und damit nach Südtirol gebracht hat. Alles über die Wein-Dynastien Kuenburg sowie Lageder finden Sie auf den Seiten 24 bis 30.
Ende des vergangenen Oktober brachten wir die Titelgeschichte „Der lange Marsch – Wie wir durch den harten Corona-Winter kommen können“ (ff 44/20). Dass es tatsächlich ein so langer und harter Winter werden würde, haben wir da zwar vermutet, unbewusst aber freilich gehofft, es würde anders kommen. Nun, am 20. März, ist zumindest mal kalendarischer Frühlingsbeginn. Das Virus sind wir deshalb noch lange nicht los, aber die steigenden Temperaturen, die Natur – all das lässt wieder hoffen. In der aktuellen Titelgeschichte geht es genau darum: Um Inspirationen, Ideen und Perspektiven, die uns jetzt Hoffnung geben können. Dazu haben wir mit unterschiedlichen Menschen gesprochen. Hoffnung nämlich, das wusste der tschechische Politiker Václav Havel, „ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal, wie es ausgeht“.
Wir wünschen Ihnen eine anregende ff-Lektüre

