Im Gegensatz zur religiösen Praxis, in der es um Glauben geht, habe ich mich auf nachprüfbare Fakten bezogen: Unterlagen von Teenstar selbst, aus dem Jahr 2017, in einem Ausbildungskurs an die Teilnehmenden ausgehändigt.
Teenstar hat die Existenz dieser Dokumente nicht bestritten, da sie das österreichische Wochenmagazin „Falter“ für alle einsehbar veröffentlicht hat. Der Einspruch von Teenstar, wonach die Unterlagen längst überarbeitet würden, bleibt zweifelhaft, denn: Warum wurden die angeblich veralteten Lehrmaterialien dann in Kursen verwendet, die erst vor so kurzer Zeit stattgefunden haben?
Bezüglich des Teenstar-Grundkonzepts ist besonders interessant, was dezidiert nicht darin vorkommt. Wie kann ein fundiertes sexualpädagogisches Konzept das Thema Selbstbefriedigung mit keinem einzigen Wort erwähnen? Wie steht es um das wichtige Thema persönliche Grenzen? Wie wird mit (jungen) Menschen umgegangen, die bereits Traumata im Zusammenhang mit Sexualität erlebt haben?
Ob nun mediale Anschuldigungen oder nicht, eines ist sicher positiv: Zumindest nach außen musste Teenstar bereits zahlreiche Punkte des Grundkonzepts an die Standards der Weltgesundheitsorganisation zur Sexualaufklärung anpassen!
Stefan Felderer, Kaltern
