Freitag kurz nach zehn herrscht im Brixner Kolpinghaus die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Eine Frau wischt mit einem großen Lappen die Scheiben der Mensa, die in einer knappen Stunde öffnen wird.
Am Tresen richtet ihre Kollegin die Gläser für den Mittagstisch her. Aus der Küche hört man gedämpfte Laute. Der Speisesaal fasst immerhin bis zu 200 Menschen, dafür gilt es einiges vorzubereiten.
Über den ehemaligen Verwaltungsleiter möchte sich hier niemand äußern. Auch nicht die freundliche Mitarbeiterin, die in einem Büro im ersten Stock sitzt. Nein, über ihn und diese ungute Sache...
Riskiert und verloren
Ein Mitarbeiter des Kolping Brixen wollte das Geld des Vereins kreativ vermehren – und ging vermutlich Anlagebetrügern auf den Leim. Der Schaden: bis zu 300.000 Euro.
