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Der überforderte Frieden
Kann sich Geschichte wiederholen? Natürlich nicht, sagt der Historiker Jörn Leonhard. Aber er entdeckt erstaunliche Parallelen zwischen der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und der Gegenwart.
Markus Larcher | 14. Mär 2018 | ff 11/2018
Jörn Leonhard ist seit 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Westeuropäische Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und war von 2007 bis 2012 Gründungsdirektor der School of History am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS). Für sein Buch „Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs“ (2014 in 5. Auflage erschienen) erhielt er unter anderem den NDR-Sachbuchpreis 2014 und den Preis „Geisteswissenschaften International“ 2015. Er ist ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. 2018 erscheint sein neues Buch „Der überforderte Frieden. Eine Weltgeschichte 1918–1923“ im Verlag C. H. Beck.

Foto: Ludwig Thalheimer

ff: 2014 gab es anlässlich des Beginns des 1. Weltkrieges vor hundert Jahren eine ganze Flut an Publikationen und Filmdokumentationen. 2018 jährt sich sein Ende. Was ist es, was auch nach langer Zeit am Thema so sehr fesselt?

Jörn Leonhard:Ich denke, dass das damit zu tun hat, dass die Gegenwart vielen Menschen sehr unübersichtlich erscheint. Je unübersichtlicher die eigene Gegenwart, desto größer das Interesse an historischer Orientierung. Ich erlebe in Diskussionen immer wieder, dass die Menschen wissen wollen, ob oder was man aus der Geschichte...

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