Um 16 Uhr hat Don Giorgio Gallina seinen Dienst an der Pforte des Rainerums am Dominikanerplatz in Bozen beendet. Er ist von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet, der Geistliche gehört dem Salesianerorden an, der hier seinen Sitz hat. Beim Hinausgehen steckt er noch schnell ein Notizbuch in seine Manteltasche. „Man weiß ja nie“, sagt er, „vielleicht treffe ich jemanden, der mich um einen Gefallen bittet.“ Dann schreibt Gallina, Ende 60, Namen und Wünsche in sein Notizbuch. Hier in seinem Revier kennt er viele Leute.
Wir gehen mit ihm die Dantestraße hinauf, biegen um die Ecke,...
