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In dieser Folge … Wienerschnitzel
ff media | 6. Mär 2024 | ff 10/2024

Foto: freepik

Es ist die „liabste“ Speis in Österreich und hat in der Alpenrepublik de facto Kultstatus. Das Wienerschnitzel ist fast schon eine Ikone des österreichischen Seins und auf der ganzen Welt berühmt. An seiner Machart bewertet man jenseits des Brenners ein Lokal nach gut und schlecht. So streng nehmen es Feinschmecker in Südtirol zwar nicht, doch auch südlich des Brenners steht ein schmackhaftes Wienerschnitzel ganz oben in der Favoritenliste – und das bei Jung wie Alt.

Eines vorweg: Ein Original-Wienerschnitzel muss fast schon zur Carpaccio-Dünne geklopft und plattiert sein und wird dann in Mehl, Ei und Semmelbröseln großzügig gewendet. Natürlich muss es vom Kalb sein und darf – leider in vielen Gaststätten Usus, aber ein wahrer kulinarischer Frevel – nicht in der Fritteuse zum Backen landen.

Wir haben uns in Südtirol umgeschaut, wo das Wienerschnitzel besonders gut schmeckt.

Feichter, Bozen

Eines der besten Wienerschnitzel landauf, landab wird im Bistro Feichter in Bozen angeboten. Hauchdünn geklopft, natürlich vom Kalb und stets frisch im Fett ausgebacken, kommen die Schnitzel (bei unserem Besuch wurden gleich drei Stück Fleisch serviert) in diesem Bozner Traditionsbetrieb auf den Tisch, das nunmehr bereits in dritter Generation von der Familie Feichter geführt wird.

Bei der Beilage kann zwischen Röstkartoffeln und Kartoffelsalat gewählt werden – es gibt aber auch Gäste, die der Verführung von Pommes frittes nicht widerstehen können.
Was kein Problem ist, denn der Service reagiert prompt. Auch die Preiselbeeren bezeugen Qualität.

Weintraubengasse 15, Bozen
T. +39 0471 978768
hotelfeichter.it

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Fink, Brixen

Der zweite Tipp kommt aus der einstigen Bischofsstadt. Über Jahrzehnte war das Gasthaus Fink dafür bekannt, die Tradition der gutbürgerlichen Küche aufrechtzuerhalten. Obwohl sich der Fink seit August 2023 komplett neu präsentiert und auch die Karte rundum erneuert wurde – Juniorchef Florian Fink folgt nun dem Konzept der Klosterküche und lebt die Grundsätze der Hildegard von Bingen –, ist und bleibt das Wienerschnitzel jahrein, jahraus ein Klassiker. Hauchdünn geklopft, in Sonnenblumenöl goldgelb gebacken (das verleiht der Panade einen neutraleren Ton) und mit Röstkartoffeln serviert. Die obligatorischen Preiselbeeren fehlen nicht. Alle Grundprodukte stammen von Lieferanten des Vertrauens.

Kleine Lauben 4, Brixen
T. +39 0472 834883
fink1896.it

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Saalerwirt, St. Lorenzen

Der dritte Betrieb liegt im Osten des Landes und ist seit über 400 Jahren eine wahre Institution für das Pustertal. Ein stiller Weiler, ein großzügiges Wallfahrtskirchlein, ein stattliches Wirtshaus und viel ländliche Idylle: Maria Saalen könnte mit Lockerheit Kulisse für jeglichen Heimatfilm sein. Lobenswerterweise werden im Saalerwirt Schmankerln der Pustertaler Küche angeboten wie etwa die Pressknödel oder die Tirtlan. Das Wienerschnitzel wird hier, anders als in den beiden anderen ausgewählten Betrieben, vom Kalb, aber auch vom Schwein mit Röstkartoffeln und Preiselbeeren angeboten. Das Gericht überzeugt – und das in beiden Versionen!

Saalen 4, St. Lorenzen
T. +39 0474 403147
saalerwirt.com

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Drei weitere Tipps

• Wirtshaus Vögele, Bozen

• Restaurant Patauner, Terlan

• Forsterbräu, Meran