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Wir haben gelernt
Wieder kommen viele Flüchtlinge nach Südtirol, diesmal aus der Ukraine. Das Land ist darauf besser vorbereitet als bei der letzten Krise.
Andrej Werth | 9. Mär 2022 | ff 10/2022
Zuerst kamen die Albaner, dann die Afrikaner, jetzt die Ukrainer: Seit über 30 Jahren landen Menschen auf ihrer Flucht in Südtirol. Und es werden künftig mehr werden.

Foto: Ludwig Thalheimer, Othmar Seehauser

Larissa Chrutschova blieb kaum Zeit, um -darüber nachzudenken, was sie mitnehmen sollte. Alles musste schnell gehen. Ein paar Kissen, ein paar Decken, ein bisschen Wäsche und die Katze. Mehr hatte im Wagen, der sie, ihrerschwangere Tochter, die beiden Enkelkinder und den Schwiegersohn an die polnische Grenze bringen sollte, nicht Platz. Den Labrador musste sie zurücklassen. Sie gab ihn in die Obhut des Schwiegervaters ihrer Tochter, der in der Heimat blieb.

Ihre Heimat, das ist Schytomyr, eine Stadt mit etwa 270.000 Einwohnern rund 120 Kilometer westlich von Kiew. Heimat, das ist...

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