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Sich mutig geschrieben
Die Schriftstellerin Anne Marie Pircher hat ihren ersten Roman vorgelegt. Es ist ein Buch, das nahe an ihrem Leben verläuft. Und dennoch darüber hinausgeht. Es zeigt, wie eine Frau sich findet und ihre Angst in Mut verwandelt.
Georg Mair | 9. Mär 2022 | ff 10/2022
Mit 22 ging Anne Marie Pircher als Au-pair nach Los Angeles, es war eine Flucht vor Verhältnissen, die sie einschnürten, ihr neuer Roman baut auf diesen Erfahrungen auf: „Ich muss nicht verheimlichen, dass es um mein Leben geht.“

Foto: Ludwig Thalheimer

Als Anne Marie Pircher vor fünf Jahren ihren Ausweis verlängerte, fragte die Frau von der Gemeinde: „Was schreiben wir als Beruf?“

„Ich weiß es nicht. Hausfrau vielleicht?“

„Du bist doch keine Hausfrau, Anne Marie! Warum nicht Schriftstellerin?“

„Schriftstellerin? Lieber nicht.“

„Dann Freiberuflerin“.

Jetzt steht im Ausweis von Anne Marie Pircher aus Kuens, geboren am 8. August 1964, „Freiberuflerin“. Und nicht „Schriftstellerin“. Dabei hat sie seit dem Jahr 2000 zwei Bände mit Gedichten, drei mit Erzählungen und jetzt ihren ersten Roman „Iris und Pupille“...

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