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Wütende Dummheit
Das Internet macht uns Menschen aggressiver. Online können wir frei Schnauze reden. Wie man sich im Netz verantwortungsvoll bewegen kann.
ff media | 10. Mär 2021 | ff 10/2021
Roger Pycha und Sabine Cagol im Namen des Netzwerks PSYHELP und der Europäischen Allianz gegen Depression.

Foto: Alexander Alber & Privat

Wut ist als Emotion dazu da, in verzweifelter Lage noch handlungsfähig zu bleiben. Mit den letzten Reserven aktiviert das vom Bewusstsein unabhängige Autonome Nervensystem, der Sympathicus, seine äußersten Kräfte. Er muss kämpfen, weil Flucht nicht mehr möglich ist. Das Gesicht verzerrt sich, um den Gegner zu verscheuchen, das Gebiss ist gebleckt zum raubtierhaften Zubeißen, die gesamte Muskulatur ist zum Zittern gespannt, der Blutdruck saust in die Höhe, das Herz schlägt wild, und die Atmung wird tiefer.

So viel zur körperlichen Seite der Wut. Psychisch gesehen, ist Wut purer...

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