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Abenteurliches Altenburg
ff media | 10. Mär 2021 | ff 10/2021
Altenburg

Foto: Oswald Stimpfl

Auf einem Geländebalkon am Mendelhang, mit schönster Aussicht auf den Kalterer See, liegt Altenburg. Ein abenteuerlicher Steig führt vom größten Natursee Südtirols zum Weiler. Der Weg schlängelt sich durch Buschwald bergauf zu stimmungsvollen Ruinen, im Dörfchen lässt es sich gut einkehren.

Der Rückweg geht durch die enge Schlucht des Rastenbachs hinab, vorbei an Wasserfällen, da und dort erhaschen wir einen Blick auf die üppige Obst- und Weinlandschaft im Tal.

Die Wanderung beginnt am Kalterer See, wo bereits die ersten Holzschilder den Weg weisen. Wir folgen der Nr. 10 zur Hauptstraße, überqueren sie und gehen kurz am Gehsteig nach Süden, biegen in die Seitenstraße zwischen Seeleitenhof und Rösslhof ein. Bei der folgenden Gabelung nehmen wir den Weg Nr. 14 „Nussentalweg“, folgen kurz dem Bachbett. Der Weg taucht nun in den Laubwald ein und geht teils als Steig, teils als gepflasterter Karrenweg bergauf. An einer Wegteilung folgen wir den Schildern nach St. Peter, einer Kirchenruine aus grauer Vorzeit auf einer Felskuppe.

Nach ausgiebiger Besichtigung dieses wahrhaft magischen Platzes überqueren wir eine Schlucht mit mittelalterlichen Ruinenresten auf einer modernen Stahl-Hängebrücke, Teil eines Friedensweges. Nach 15 Minuten über einen uralten, teils in den Fels gehauenen und mit Geländer und Handlauf gut gesicherten Pfad kommen wir zum Kirchhügel mit der Vigilius-Kirche und den dahinter liegenden wenigen Häusern des kleinen Dorfes Altenburg.

Nach Kirchen- und Freskobesichtigung gehen wir auf der Asphaltstraße wenige 100 m südwärts bis zu einer Wegteilung mit einer Kapelle, dort biegen wir rechts ab und folgen den Wegweisern zur Waldschenke, unserem Einkehrziel. Für den Rückweg gehen wir nordwärts am Waldrand entlang, passieren ein Bächlein und folgen dem Steig Nr. 11 bis zur Autostraße, queren sie und steigen nun in die schaurige, kühle und schattige Schlucht der Rastenbachklamm.

Durch die felsige Enge führt ein lohnender Abenteuerweg, gut und aufwendig gesichert, mit stählernen Brücken, Stegen und steilen Treppen. An Wasserfällen vorbei geht es rasch bergab, das letzte Stück schlängelt sich in engen Serpentinen durch Buschwald zu den Weinbergen am Kalterer See, wo der Weg in die Aufstiegstour mündet.

Infos in Kürze

Ideale Familienwanderung vom Kalterer See nach Altenburg

Gehzeit: 3 Stunden 10 Minuten, 460 Höhenmeter, 8,5 km

Schwierigkeitsgrad: mittel

Start:Kalterer See,
gebührenpflichtiger Parkplatz

Anfahrt:Von der Weinstraße zum Kalterer See abbiegen. Bushaltestelle an der Weinstraße am See

Einkehrtipp

Waldschenke Kaltern:Am Waldrand, mitten in Weinreben und Obstgärten gelegen, mit Panoramaterrasse, Liegewiese, kleiner Speisekarte mit
durchgehend warmer Küche.
Altenburg 10, Kaltern
Tel. 0471 962703
www.waldschenke-kaltern.com

Altenburger Hof: Restaurant
Pizzeria, Gastgarten, Terrasse
mit Pergola, mitten im Ort.
Altenburg, 37, Kaltern
Tel. 0471 964143 oder
333 4782273, Di. Ruhetag

Sonnegghof: Restaurant
Pizzeria, kurz vor dem Kirchhügel von Altenburg. Große Terrasse, gute Hausmannskost.
Altenburg 2, Kaltern
Tel. 0471 963520
www.sonnegghof.com
Apr.–Ende Okt., Mo. Ruhetag

Das Buch zum Tipp

Pilgerwege in Südtirol

Oswald Stimpfl

Wanderungen zu Wallfahrtsorten und Höhenkirchen

Folio Verlag (Wien/Bozen)

ISBN 978-3-85256-782-2

Erhältlich im Buchhandel