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Macht und Ohnmacht
Ein Partito Democratico, der alles falsch gemacht hat. Eine SVP, die nur auf sich schaut. Das eigentliche Problem aber, sagt Francesco Palermo, ist ein gesellschaftliches: „Es fehlt ein Bündnis zwischen Politiker und Bürger.“
„Wir haben es hier in erster Linie mit einem gesellschaftlichen Problem zu tun“: Francesco Palermo, 48, war in den vergangenen fünf Jahren parteiunabhängiger Senator in Rom. Der Jurist leitet das Institut für Vergleichende Föderalismusforschung an der Bozner Eurac.

Foto: Alexander Alber

ff: Herr Palermo, wer denkt, Deutschland habe eine verdammt schwierige Regierungsbildung hinter sich, der sollte nun mal auf Italien schauen, oder?

Francesco Palermo:Das könnte man so sagen. Die Deutschen erklären die Politik ja immer gerne mit einem gewissen Besserwisser-Gestus. Alles, was nicht in ihre Kriterien passt, ist instabil. Allerdings muss auch dazu gesagt werden, dass auch wir uns hier haben täuschen lassen.

Wie meinen Sie das?
Seit fünfundzwanzig Jahren wird jedes neue Wahlgesetz im Vorfeld mit allerhand...

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